Warum Bewegung so wichtig ist

Untätigkeit ist eine fruchtbare Ursache von Krankheit. Bewegung und Heilgymnastik fördern und regeln den Blutkreislauf. In Krankheit aber zirkuliert das Blut nicht richtig und die Veränderungen darin, die so notwendig für Leben und Gesundheit sind, treten nicht ein.

Auch die Haut wird untätig. Unreinigkeiten werden nicht ausgeschieden, wie es der Fall sein würde, wenn der Kreislauf des Blutes durch lebhafte Bewegung oder Gymnastik beschleunigt, die Haut in gesundem Zustand erhalten und die Lungen mit reichlich reiner, frischer Luft gespeist würden. Dieser Zustand des Systems legt den Ausscheidungsorganen eine doppelte Last auf und Krankheit folgt.

Invaliden sollten nicht zur Untätigkeit ermutigt werden. Hat sich jemand nach irgend einer Richtung hin überanstrengt, so wird einige Zeit gänzlicher Ruhe manchmal ernste Krankheit abwenden. Ist jemand aber dauernd Invalide, so braucht er doch nur selten alle Tätigkeit einzustellen.

Solche, die infolge geistiger Arbeit zusammengebrochen sind, sollten Ruhe haben von ermüdenden Gedanken, aber man sollte sie nicht glauben lassen, daß es gefährlich sei, ihre geistigen Kräfte überhaupt zu gebrauchen. Viele neigen dazu, ihren Zustand viel schlimmer anzusehen als er wirklich ist. Diese Gedanken beeinflussen die Genesung ungünstig und sollten nicht ermutigt werden.


Prediger, Lehrer, Schüler und andere Kopfarbeiter leiden oft an Krankheit als Folge starker geistiger Anstrengung, die nicht durch körperliche Tätigkeit unterbrochen wurde. Was diesen Personen
not tut, ist ein tätigeres Leben. Streng mäßige Gewohnheiten, verbunden mit richtiger Bewegung würden geistige und körperliche Kraft sichern und allen solchen, die geistig arbeiten Kraft geben,
auszuhalten.

„In den Fußspuren des großen Arztes“ Seite 187
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